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Andere über uns

In der Provinz nicht immer auf Zustimmung stoßend

Wie viele Bilder der Bäcker und Konditor Franz Lex in seiner Sammlung hat, weiß er vermutlich selbst nicht. Ihn interessiert zeitgenössische österreichische Kunst und er liebt bisweilen Ironie und deftigen Humor, was in der Provinz nicht immer auf Zustimmung stößt.

Wie eine Trophäe
Das macht ihm aber nichts aus. Im Gegenteil. Kritik wie „... die Bilder gehören auf den Misthaufen und nicht in ein Kaffeehaus", rahmt Lex wie eine Trophäe ein und hängt sie ebenfalls auf. Alfred Graf und Michael Konzett entdeckten diese kuriose Kaffeehausgalerie für das Austauschprojekt von allerArt. Wer und wann im Gegenzug aber in Stainz ausstellen wird, ist bislang noch nicht entschieden. Jetzt sind in Bludenz blaue, an Jeansstoff erinnernde Arbeiten von Ferdinand Penker, von Franz Ringel ein wild gekritzelter Januskopf, eine sechsteilige Serie monochrom orangefarbener Gemälde, die Bezug zu unseren Sinnesorganen nehmen, von Werner Reiterer und von Fritz Panzer, der mit dreidimensionalen Zeichnungen (Küche) vor Jahren schon Gast in der Remise war, ist ein kleines Gemälde zu sehen. Zu den Informellen zählt Hans Staudacher und gibt mit seinem Gemälde Ahnung von einem bunten Schmetterling und ganz neu in der Sammlung Lex sind zwei rote Schraffur-zeichnungen des 30-jährigen Rumänen Nestor Kovachev. Guillaume Bruere, Günter Brus, Jürgen Messensee ... insgesamt sind 15 Künstler, und Susanne Baumhackl als einzige Künstlerin in der Runde, vertreten.

Die Sammlung LEX Stainz, bis 22. Mai, Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonn- und Feiertag: 15 bis 18 Uhr, Donnerstag: 16 bis 20 Uhr. www.renise-biudenz.at

Kunst mit Zitronentorte

Die Galerie „allerArt“ zeit Arbeiten aus der bemerkenswerten steirischen Sammlung Lex.

BLUDENZ. Das Café Lex am Hauptplatz im weststeirischen Stainz ist so etwas wie eine Institution. Eine der Spezialitäten des Hauses ist die viel gerühmte Zitronentote. Eine andere sind die zahlreichen Kunstwerke an der Wand. Die sind nicht einfach seichte Kaffeehaus-Dekoration, sondern vielmehr Teil einer über die Jahre von Hausherrn Franz Lex zusammengetragene, bemerkenswerte Sammlung.
Grund genug, die Sammlung Lex als besondere Kulturinitiative in die Serie von Austauschprojekten der Bludenzer Galerie „allerArt“ aufzunehmen. So ist derzeit ein kleiner, aber durchaus repräsentativer Ausschnitt, der 15 künstlerischen Positionen umfasst, aus der Kollektion zu sehen. Der Fokus des passionierten Sammlers Franz Lex, der das Kaffeehaus in der dritten Generation betreibt, liegt auf österreichischer Gegenwartskunst und umfasst sowohl junge Künstler, als auch etablierte Namen. In dem munteren Querschnitt, der von Alfred Graf und Ingo Springenschmid zusammengestellt wurde, kommt es zu einem Stelldichein von Künstlern wie Hans Staudacher, Jürgen Messensee, Kurt Moldovan oder Günter Brus. Wollte man der Schau ein Thema zugrunde legen, so wäre das Thema Porträt bzw. Kopf im weitesten Sinn. Sehr schön repräsentiert in einer sechsstelligen Reihe von Werner Reiterer, die sich mit Sinnen und Organen befasst, oder aber in den filigranen Zeichnungen von Nestor Korvachev.

Für den Misthaufen
Dazwischen gibt es jede Menge Hochkarätiges, Leichtes, aber auch Werke die Stimmung und Launen erkennen lassen, und vor allem auch Heiteres und Humorvolles zu finden. Wie das mit Stoffresten und Federn ausstaffierte, farbstarke Portrait des französischen Künstlers Guillaume Bruère, das einen sehr dynamischen Franz Lex zeigt. Das Erstaunliche am Sammlungsausschnitt: ein guter Teil der Künstler war bereits in „allerArt“-Ausstellungen vertreten. Dass der Kunstgenuss und das beinahe Museumswürdige Flair nicht allen Kaffeehausbesuchern zuträglich ist, beweisen die mitunter bissigen Kommentare der Gäste, die Franz Lex gerne zur Diskussion stellt. Wie das erheiternde Statement einer gewissen Familie Gruber: „Die Bilder dort von selbst ernannten Künstlern gehören auf den Misthaufen.“ Wenigstens sind sich bei der Zitronentorte alle einig.

Wo die Zitronen blühen

LOKALTIPP: Ein italophiler Cafétier, ein Sammler zeitgenössischer Kunst, ein Konditor oder ein Freund der Literatur? Wer eigentlich ist Franz Lex?

Der weststeirische Markt Stainz steht für einiges. Hier gedeiht der Schilcher, dem Reinhard P. Gruber literarische Denkmäler gesetzt hat, hier gedenkt man noch von Zeit zu Zeit nach wie vor seines einstigen Bürgermeisters Erzherzog Johann, und hier gibt es das stimmigste Kaffeehaus südlich von Graz, wenn nicht der gesamten Steiermark. Der einst auf dem Hauptplatz des Marktes von Andrä Lex gegründete Betrieb wird heute vom Enkel in der dritten Generation geführt, der gelernte Konditor Franz Lex entpuppt sich jedoch nicht nur als Meister der feinen Mehlspeisenküche und der Kaffeehauskultur, sondern auch als Freund der Künste. Und weil er sein Café nicht als schnöden Arbeitsplatz, sondern als Wohnzimmer respektive Salon sieht und zu Hause zu wenig Platz für seine umfangreiche Sammlung hat, diese seinen Gästen aber keineswegs vorenthalten möchte, kann man Bilder von Schmalix, Panzer, Brus, Mühl, Penker oder Fabian betrachten, während man seinen Illy Espresso (€ 1,60) schlürft. Tat man das an der Theke stehend schlägt dies allerdings mit € 1,10 zu Buch, schließlich ist man italophil auch in der Preisgestaltung. An der langen vor allem an den Wochenenden schwer umkämpften Theke kann es einem schon passieren, dass man neben den Schauspielern Bernd Jeschek und August Schmölzer oder der Galeristin Heike Curtze zu stehen kommt, beide mit nahem Zweitwohnsitz, während an einem der Tische eine Bäurin vom Rosenkogel ihre Buttersemmel isst oder eine Oma mit ihrem Enkel über eines der Bilder an den Wänden diskutiert. An den Wochenenden gibt es auch die von Franz Lex kreierte Zitronentorte, für die manche Gäste von weit her anreisen und die man sich keineswegs entgehen lassen sollte. Ebenso empfehlenswert die Orangentorte oder die Schoko-Ingwer-Torte. Für ein ausgiebiges Frühstück empfiehlt sich der Teller mit hausgemachten Aufstrichen, dazu gibt es diverse Brote, Vollkornweckerl oder Semmeln, die alle hausgemacht und sind und ohne die verwendeten einheitlichen Backmischungen. Zu den gemischten Crostini mit Olivenaufstrichen (der Teller mit vier Stück um € 4,20) kann man aus einer breiten Palette von Weinen wählen. Rotweine aus dem Burgenland, Spanien und natürlich Italien, Weißweine heimischer Provenienz. Und kommt man in einer ruhigeren Stunde ins Café, liegen für den Gast und Leser alle wichtigen Zeitungen auf, von der FAZ bis zum Falter, hat man die durch, gibt es noch den Kasten mit Kunstbänden oder Büchern von Franzobel bis Konsalik. Bringt man selbst ein Ausgelesenes mit kann man es gegen eines aus dem Kasten tauschen. Am liebsten wird man jedoch an der Theke stehen, seinen Kaffee trinken und sich mit dem Hausherren unterhalten, über ein jüngst gelesenes Buch, einen Film oder eine aktuelle Theaterproduktion. Kann man sich mehr wünschen an einem gemächlichen Vormittag?

Resümee: Ein Kaffeehaus, von dem aus Expeditionen in die Süd-West-Steiermark starten sollten. Auch wenn man dann gleich dort bleibt.

Kunst im süßen Ambiente

Das Café Lex im Schilcherland Stainz

Sie kommen sogar aus Graz. Und das ist nicht gerade ein Katzensprung. Aber Gutes lockt eben. Und so locken die Süßspeisen von Franz Lex die Schleckermäulchen von weit und breit nach Stainz in der Weststeiermark. Dort, mitten im Zentrum hat einst Andrä Lex eine Konditorei eröffnet, die nun durch den Enkel in der dritten Generation betrieben wird. Und mit Erfolg: Die Konditorei ist Kommunikationsplatz zur rushour. Morgens der Kaffee von Illy genossen, abends ein Glas Wein. Aus dem eigenen Land oder aus Italien, Franz Lex ist ein italophiler Wirt. Natürlich herrscht österreichische Mehlspeise vor: Cremeschnitten, Sachertorte, Nusstorte, Plundergebäck, Schaumrollen, doch im Eingangsbereich seines Lokales hat er neben der Vitrine der Süßspeisen eine Art Greißlerei eingerichtet: Vom Kürbiskernöl über feinstes Olivenöl bis hin zu Weinen aus der Steiermark oder der Toskana. Im Hause genießen oder einkaufen und Gutes mit nach Hause nehmen. Die Konditorei selbst ist nicht sehr groß – zwei getrennte Räume, eine lange Theke. Die Wände zieren moderne Grafiken zeitgenössischer Künstler. Franz Lex hat ein Faible für Kunst, kauft ein und stellt diese seinen Gästen aus. So kann jeder teilhaben am Kunstgenuss. Der ist unzweifelhaft verbunden mit dem kulinarischen Genuss. Gut speisen ist keine Einbahnstraße, sondern Kultur. Das ist ein Credo des Konditormeisters. Dazu gehören die feinsten Mehlspeisen, bester Kaffee, ein gutes Tröpferl Wein und das Gespräch unter Menschen. Von all diesen Dingen ist in der Konditorei Lex in Stainz viel zu erleben

Lex

Aus dem Gaultmillau 2009

Diese Lokalität hat das gewisse Etwas. Eingangs der Verkaufsladen mit Pikantem und Lebenswichtigem für alle Genießer, mit seiner Torten- und Kuchenvitrine vis à vis, mit seiner Theke, mit seinem belebten Schanigarten, der stark frequentierten Eistruhe und den aneinander gereihten Stuben. Moderne Bilder und klassisches Kaffeehausmobiliar sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Zum Zeitvertreib stehen Zeitungen und eine Bibliothek zur Verfügung. Oder aber man konzentriert sich ganz auf den Genuss der Torten, etwa Erdbeertorte, Schwarzwälder, Sacher, Kardinalschnitte, Mohntorte, Zaunerkipferl und Obstkuchen mit Schnee und dazu Espresso mit einer schönen Crema.

Brus


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Schaumrollen (Penker)


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Schönes Café


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Krapfen!


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Beschwerde

Geehrte Fam. LEX-Andrä

Vor kurzem war ich in Ihrem Kaffehaus. Die Bilder dort von selbsternannten Nitsch usw. gehören auf den Misthaufen und haben in einem Kaffehaus nichts zu suchen - mit Kunst haben Ihre Bilder wirklich nichts zu tun
alles Gute Fam. Gruber

Andreas Sturmlechner

Franz Lex´ Café Haus

Franz Lex´ Café Haus ist das einzige der ganzen Umgebung, das als echtes Kaffeehaus bezeichnet werden darf. Es handelt sich nicht um ein ordinäres Café (obwohl es auf dem straßenseitigen Schild bescheiden als solches bezeichnet wird), sondern um ein richtiges Kaffeehaus. Und ´echt´ orientiert sich hier (zwar ungern, aber es muss sein) an Wien und dessen Kaffeehäuser. Dazu zählen Merkmale wie das Vorhandensein aller wichtigen und unwichtigen Tageszeitungen, dem Angebot zahlreicher verschiedenster Kaffee-Zubereitungen und die Atmosphäre der Einrichtung. Diese darf keinesfalls neu, schon gar nicht modern sein, eine gewisse Schummrigkeit, Abgenutztheit der Möbel ist erwünscht, ja Grundbedingung.

Und dazu gehört auch wie der Ober mit den Besuchern konferiert, die wohlgemerkt Besucher und nicht Gäste sind. Eine gewisse Unhöflichkeit, etwas Gleichgültigkeit den Besuchern gegenüber, manchmal eine abfällige Bemerkung über die Art der Bestellung sind notwendig, um als echt zu gelten. Und das ist eben das Manko des Café Haus von Franz Lex. Die beiden Ober Hermi und Frieda sind hier erstens weiblich und zweitens viel zu freundlich.

Natürlich werken bei Franz Lex noch eine ganze Reihe anderer Personen im Vordergrund (im Laden und in den Besucherräumen) wie im Hintergrund (Backstube, Küche und Abwasch), und allesamt sind sie zu nett und zuvorkommend für das Kaffeehaus und für den Titel Ober sowieso. Schon äußerlich mangelt es an der schwarzen Berufsbekleidung.

Beinahe immer trifft man auch die Mutter von Franz im Kaffeehaus, nur wenn ihr Franz – und das tut er zu jeder sich bietenden Gelegenheit – einen Aufenthalt in einem Wellness- oder sonst sehr komfortablen Hotel schenkt, ist sie verreist und daher nicht anzutreffen. Andere Gründe für ihre Abwesenheit gibt es nicht.

Franz selbst hält sich nebst zahlreichen Opern- und Theaterfahrten öfter in Italien und einmal jährlich für zwei oder drei Wochen in Indien auf. Aus diesen Forschungsreisen bringt er diverse Rezepturen mit, die – zu Produkten verarbeitet und zeitlich versetzt – im Laden angepriesen werden. So wird es einem nie fad, immer gibt es neue Sachen, Gerüche und Geschmäcker.

Ist vom Laden die Rede, dann sagt man ´draußen´, obwohl der Laden natürlich noch nicht ganz im Freien liegt, sondern genau zwischen dem eigentlichen Kaffeehaus ´drinnen´ und dem Stainzer Hauptplatz. Der Laden ist auch die Stelle, von der die Kaufleute der Umgebung ihre Jause, gelegentlich auch das Mittagessen, abholen oder abholen lassen.

Üblich ist auch die kombinierte Form des Besuchs, bei der beide Örtlichkeiten aufgesucht und ihrer jeweiligen Bestimmung entsprechend genutzt werden. Dabei lässt sich wertvolle Zeit sparen, weil während draußen die Jause hergerichtet und verpackt wird, wird drinnen der Kaffee konsumiert.

Eigentlich ist der Kaffee aber nur die Nebensache, der vorgeschobene Grund, ins Kaffeehaus zu gehen. Die Hauptsache ist die Konversation mit Franz und untereinander und das Beobachten und Belauschen des Tratsches anderer. Ins Kaffeehaus geht man auch, wenn man zum Alleinsein Gesellschaft braucht.

Franz sorgt dabei für das Ambiente, für die Verköstigung mit frischem Gebäck, köstlichen Süßspeisen, den besten Weinen und Sekten und mit Kaffee von höchster Qualität, für die Kunst an den gelbstichigen Wänden, die das Manko der Ober ein wenig ausgleicht, weil solche Bilder gibt es in Wiener Kaffeehäusern nicht.

Seine Besucher dankens ihm mit reger Anwesenheit und angeregter Unterhaltung und Franz hilft dieser manchmal auf die Sprünge und der charmante Stainzer Witz, der seinen Ursprung vermutlich im Wirken eines gewissen Erzherzog Johann und der Etablierung des Schilchers hat, wird gepflegt.

Aus dem Buch von Renate Just

Krumme Touren 4

Um dieses Café wird die Weststeiermark sogar von den Großstädtern aus Graz und Wien beneidet - besser kann man eine Mischung aus urbaner Kaffeehausatmosphäre und familiärem Kleinstadtfeeling nicht hinbekommen als der Konditor und Kunstsammler Franz Lex, der ebenso gute Zitronentorte bäckt wie er sich mit avancierter Günter-Brus-Graphik und Wagneropern auskennt. Der Treff in Stainz, am langen Tresen oder unter den Glaskugellampen, der Kunst und den Bücherregalen, bekannte Schauspieler und Autoren sieht man öfters mal, aber auch die Bäurin vom Rosenkogel. Sehr gute Snacks und Frühstücke, Weine - und viele Leckereien zum Mitnehmen.

Thu, 23 Nov 2017



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Lex in



Franz Lex
Cafe Bäckerei
Hauptplatz 19
A-8510 Stainz
Tel 03463/2228
Fax 03463/3316
UID-ATU27344200


Öffnungszeiten
Wochentags 6.30 - 20.30 Uhr
Dienstag bis 13.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag
9.00 - 20.30 Uhr

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